Musik, Begegnungen und viele gemeinsame Erinnerungen: Beim Fest zu Ehren der Geburtstagsjubilare kamen die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde an einem Mittwochnachmittag zu Konzert, Andacht und festlicher Kaffeetafel zusammen. Ein Nachmittag voller Wärme und Gemeinschaft. Und dann war da noch die Geschichte von einem kleinen Mädchen und den Seesternen …
Am Mittwoch, den 23. September 2026, öffneten sich ab 14 Uhr die Türen zu einem Nachmittag voller Herzlichkeit: dem Fest der Geburtstagsjubilare der Gemeinde. Ein sanftes Herbstlicht lag über dem Tag, als die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde zusammenkamen, um das Leben zu feiern.
Musik unter dem Sternenhimmel
Der Nachmittag begann in der Kirche. Unter dem blaugrünen Gewölbe, in dem goldene Sterne funkeln wie ein stiller Himmel, und vor dem Altar, dessen Buntglasfenster im Licht leuchteten, füllten sich Bank um Bank die Reihen. Dann erklang die Musik: Kantorin Agnes Goerke an den Tasteninstrumenten und Jenny Pajula an der Querflöte schenkten uns Töne, die zu Herzen gingen. Der silberhelle Klang der Flöte legte sich wie ein zarter Schleier über das perlende Cembalo oder die Orgel, und in der Kirche wurde es ganz still und ganz weit ums Herz. Manch einer schloss die Augen und ließ sich von den wohligen Klängen forttragen.



Zwischendurch hielt Pastorin Tina Meyn eine kurze erinnerungswürdige Predigt und malte uns ein wunderschönes Bild vor Augen:
Ein Sturm ist über das Meer gezogen, und am Strand liegen unzählige Seesterne, hilflos in der Sonne. Ein kleines Mädchen geht den Strand entlang, hebt einen Seestern nach dem anderen auf und schenkt ihm behutsam das Meer zurück. Ein Mann sieht ihr dabei zu und fragt kopfschüttelnd, ob sie denn nicht merke, dass ihr Tun sinnlos sei, es seien doch so viele, sie könne unmöglich alle retten. Das Mädchen aber antwortet mit leiser Gewissheit: „Natürlich kann man denken, dass meine Tat auf den ersten Blick keinen Effekt für die Welt hat, da ich nicht alle Seesterne retten kann. Aber für die Seesterne, die ich rette, haben meine Taten einen sehr großen Effekt.“
Ein Gedanke, der wie ein warmer Sonnenstrahl im Herzen blieb: Nichts ist zu klein, um Großes zu bewirken. Ein freundliches Wort, ein Besuch, eine helfende Hand, ein Lächeln zur rechten Zeit, für den einen Menschen, dem es gilt, ist es die ganze Welt.
Sekt, Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal
Danach ging es hinüber in den Gemeindesaal, wo warmes Licht durch die hohen Fenster fiel und liebevoll gedeckte Tische mit duftenden Rosen die Gäste willkommen hießen. Bei einem festlichen Glas Sekt stießen wir auf das Leben, auf die Freundschaft und auf all die Jahre an, die hinter uns liegen. Dann trat der Kinderchor der Deutschen Gemeinde trat auf das Podium und sang Geburtstagslieder für die Seniorinnen und Senioren. Mit ihren hellen Stimmen zauberten die Kinder ein Strahlen auf so manches Gesicht, und der herzliche, lange Applaus wollte kaum enden. Hier begegneten sich Jung und Alt, und beide beschenkten einander. Danach lockte ein üppiges Kaffee- und Kuchenbuffet, bei dem jeder etwas nach seinem Geschmack fand.


Ein Nachmittag voller Wärme
Es war eine wunderschöne Feier, bei der die Gemeinde wieder einmal zu einer großen Familie zusammenwuchs. Alte Freundschaften wurden aufgefrischt, es wurde erinnert und erzählt, und auch neue Bekanntschaften wurden geschlossen. In fröhlicher, ausgelassener Stimmung plauderte man angeregt an den Tischen, lachte herzlich und genoss die Gemeinschaft, bis der Nachmittag viel zu schnell zu Ende ging.
Von Herzen danken wir allen, die diesen Tag so besonders gemacht haben: den Musikerinnen für ihre wunderbaren Klänge, den kleinen Sängerinnen und Sängern für ihre Herzlichkeit, dem Kuchen– und Aufbauteam und allen weiteren fleißigen Helferinnen und Helfern. Und ganz besonders danken wir unseren Jubilarinnen und Jubilaren, dass sie diesen Nachmittag mit uns gefeiert haben.
Wir wünschen Euch Gottes Segen für das neue Lebensjahr und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!