Erika Sirola lernte ich vor 15 Jahren kennen, als sie als 12-jährige in der Deutschen Kirche in einem Benefizkonzert „Smile“ von Charlie Chaplin sang. Mit welch einer Ausstrahlung sang diese Noch-Nicht-Teenagerin! Und Erika, kanadisch-finnische Sängerin und Songwriterin, machte ihren Weg. Mit 13 Jahren nahm Kaiku Entertainment sie unter Vertrag, mit 18 Jahren arbeitete sie zusammen mit Musikmanagern und Labels in den USA und Europa (u.a. Elektra records, Warner Music). Ihr Auftritt als Gastsängerin im Song „Speechless“ von Robin Schulz brachte sie auf die Topliste der Charts. Seit 2024 bringt sie ihre Musik unter dem eigenen Label „The Gate was open“ heraus. Von elektronischer Tanzmusik (EDV) über Indie-Pop, melancholische Klavierballaden zu experimentellerem, futuristischerem Electronic-Pop wächst in Erikas Musik ihre individuelle Kreativität.
Im Herbst 2025 fragte mich Erika, ob sie ein paar Orgelstunden bekommen könnte. Sie möchte die Klangmöglichkeiten der Orgel kennenlernen. Da ahnte ich noch nicht, dass daraus eine Leidenschaft am Instrument entstehen würde, die sie zu regelmässigen Übe- und Experimentierstunden in die Deutsche Kirche bringen würde. Und dass daraus ein Konzert in der Felsenkirche im Rahmen der Helsinki Music Week und eine Reihe neuer Songs zusammen mit der Künstlerin Murrettumeri erwachsen würde.
Am Donnerstag, dem 23. Juli, werden die beiden Künstlerinnen nun ihr Konzert in der Deutschen Kirche geben. Zu einer traditionellen Zeit, 18 Uhr, sowie als Nachtkonzert um 23 Uhr. Orgel und Gesang werden mit Wucht, mit Schönheit und sphärischem Klang den Kirchraum füllen und die Zuhörer berühren. Erikas so emotionale Stimme wird zusammen mit Murrettumeri an der Orgel die Kirche in einen Klangkörper von Trauer, Wunder und Unaussprechlichkeit verwandeln, der sich uralt und so ganz gegenwärtig anfühlt. Kommt, euch das anzuhören!
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende nach eigenen Möglichkeiten gebeten.